Computer als Analysten und Berater

Neue Programme und Online-Dienste helfen bei Auswahl und Bewertung von Investmentfonds

Von JÖRG BIRKELBACH
Nideggen - Auf dem schnell wachsenden und unübersichtlichen Markt für Investmentfonds kommt jetzt Hilfe vom Computer. Spezielle Software erlaubt Anlegern, zu Hause am Bildschirm die für sie passenden Fonds herauszusuchen.

Auf die richtigen Fonds zu setzen ist nicht nur für Kunden, sondern auch für Anlageberater und Vertriebsmitarbeiter ein Problem. Die steigende Zahl von Fondsgesellschaften sowie eine Flut neuer Investmentfonds und neuer Anlagekonzepte erschweren aber nicht nur den Überblick, sondern auch die richtige Auswahl derjenigen Fonds, die für den Anlagewunsch am besten geeignet sind.

Diese Marktlücke haben sich Unternehmen wie zum Beispiel die Firma FCS aus Erftstadt zunutze gemacht und ein Programm entwickelt, das diese Aufgabe erheblich einfacher und schneller erledigen kann. Mittels des Programms "PC-Fonds" können Anleger und Anlageberater Informationen rund um Investmentfonds abrufen, inklusive einer objektiven Bewertung. Das Programm der Firma Avalonia, Augsburg, eignet sich für Anleger, die sich auf die Anlage mit Investmentfonds spezialisiert haben und über Wertpapiersparpläne ihr Vermögen mehren wollen.

"Quintessenz" ist ein Programm, mit dessen Hilfe der Investor den Verlauf der Kurse grafisch analysieren kann. Zusätzlich können die Indikatoren der technischen Analyse angewendet werden. Auch die Deka will mit dem PC-Programm "Diva" das Vermögensmanagement mit Sparkassenfonds erleichtern und natürlich den Absatz der hauseigenen Produkte fördern.

Zusatzinformationen kommt von einer Vielzahl von Online-Diensten. Ausgesuchte Kurse und Hintergrundinformationen zu Fonds können über Datex-J, jetzt Telekom Online, gegen geringe Gebühren, zum Beispiel bei der NWP Worms oder bei Portfolio concept abgerufen werden. Kostenlos sind die Informationen bei Adig Investment und verschiedenen Banken, so unter anderem bei der Deutschen Bank, der Berliner Bank, der Frankfurter Sparkase, der Hypo-Bank oder der Hamburgischen Landesbank.

Basisinformationen, wie zum Beispiel das Mittelaufkommen der Fondsgesellschaften und objektive Vergleichsmaßstäbe, die für die Auswahl von Fondsprodukten bedeutsam sind, liefert der Bundesverband deutscher Banken ebenfalls kostenlos.

Im Internet ist - neben anderen - mit Fidelity ein bedeutender Anbieter von Investmentfonds präsent. Online-Börsianer können über das Netz kostenlose Informationen zu weltweit mehreren tausend Investmentfonds erhalten. Neben der Darstellung von Kursverläufen, Fondsprofilen und Anlagestrukturen kann auch die Performance einzelner Fonds abgerufen werden.

Der Online-Dienst Compuserve stellt mit "Funds Watch Online" eine Datenbank mit mehreren Tausend Titeln zur Verfügung, die nach allen erdenklichen Kriterien abfragbar ist. Das Angebot des "Money Magazines" beschränkt sich allerdings fast ausschließlich auf überseeische Fondsanteile. Thorsten Ganz, Marketing-Chef von CompuServe Deutschland, will dies in Kürze ändern. "Schon in diesem Sommer werden auch Kurse zu deutschen und anderen europäischen Werten verfügbar", verspricht er.

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